Sind Wertschöpfungsprozesse immer auch Kernprozesse?
“Doing the right things and doing the things right” – Immer wieder gerne nutze ich diese von Peter Drucker formulierte Beschreibung von Effektivität und Effizienz. Sich erst die Gedanken über die richtigen Dinge zu machen, bevor man die Dinge dann richtig macht, ist eine einfache wie elementare Managementweisheit. Sie bringt den Kerngedanken der Strategielehre auf den Punkt: “Konzentriere dich auf das Wesentliche und setze es konsequent um.” Bezogen auf “mein” Thema Prozessmanagement heißt das, die Kernprozesse zu identifizieren und diese optimal zu gestalten und durchzuführen. Dann hat man als Unternehmen die wesentlichen Weichen für einen langfristigen Erfolg gestellt. Aber was sind “richtige“, “wesentliche”, “wichtige” oder ”attraktive” Prozesse? Ist ein Kernprozess das gleiche wie ein Wertschöpfungsprozess oder ein A-Prozess? Und mit welchen Techniken kann man Kernprozesse identifizieren? Diesen drei Fragenkomplexen gehe ich im Folgenden auf den Grund. Weiterlesen…
Lean Management – KVP, Kaizen oder Prozessgestaltung?
In Unternehmen begegne ich immer wieder Spielarten von Methoden, die im Kern die Idee von optimalen Prozessen verfolgen. Mal wird in Reinform der Six Sigma Ansatz implementiert, mal werden auf Basis von Lean Management-Prinzipien KVP-Teams etabliert und mal wird Prozessmanagement ganzheitlich eingeführt. Sehr oft wird ein hauseigenes Konzept entwickelt, dass sich im Sinne eines „best of“ aus verschiedenen Methoden bedient. Dann wird beispielsweise anhand des DMAIC-Vorgehens ein Werkzeugkasten mit Lean- und Prozessmanagement-Techniken konzipiert. Statistische Methoden - eigentlich das Kernstück des Six Sigma Ansatzes – befinden sich interessanterweise meist nicht im Technikenkoffer. Und Rollen werden hausspezifisch benannt und individuell mit Aufgaben und Kompetenzen ausgestattet. Am Ende bekommt die Methode einen attraktiven Namen und ein optisch ansprechendes Orientierungsmodell. Schulungs-, Kommunikations- und Marketingmaßnahmen flankieren sinnvollerweise die erfolgreiche Einführung des Prozessmanagement-Systems.
Das alles ist nicht ansatzweise verwerflich. Und ich wäre der Letzte, der hier mahnend den Finger hebt und sagt, dass das Ganze nicht methodisch sauber oder die Vorgehensweise gar falsch ist. Der Zweck heiligt die Mittel. Und schließlich habe ich als Berater selbst schon unzählige Male auf diese Weise hausspezifische Prozessmanagement-Methoden entwickelt und eingeführt. Aber: Schwierig wird es immer dann, wenn gleich mehrere prozessorientierte Managementansätze mehr oder wenig unabgestimmt nebeneinander in Unternehmen eingeführt und betrieben werden. Weiterlesen…
Was heißt eigentlich Prozessorganisation?
Kennen Sie das auch? Es gibt Begriffe, die scheinen einem seit Jahren klar zu sein, und plötzlich - beim längeren darüber Nachdenken - ist nichts mehr klar. Mir geht es gerade beim Begriff Prozessorganisation so. Ich mache seit 25 Jahren ja nun wirklich nichts anderes als mich mit Prozessen zu beschäftigen, aber was ist denn nun konkret ”Die Prozessorganisation”? Ins Grübeln kam ich, als ich über den Titel unseres nächsten ibo-Trendforums “Prozessorganisation und -rollen: Die Erfolgsfaktoren jeder Prozessmanagement-Einführung” nachdachte. Folgende drei möglichen Interpretationen kamen mir in den Sinn:
Prozessverantwortung erhöht die Prozessqualität, aber wie?
In einer aktuellen Studie der FH Koblenz wurde meines Wissens zum ersten Mal nachgewiesen, dass Prozessverantwortung tatsächlich etwas nutzt. Die “Beweisführung” erfolgte über die Frage, wieviel Zeit für die Korrektur von Fehlern nach Prozessgestaltungen gebraucht wurde. Dabei wurde in Prozessen mit Prozessverantwortlichen deutlich weniger Zeit benötigt als in Prozessen mit anderen Verantwortlichen.
Auch ergab die Studie interessante Ergebnisse zu der Frage aus meinem letzten Blogbeitrag, in welcher Form Prozessverantwortung in den untersuchten Unternehmen geregelt wird. Die Hauptprozessverantwortung liegt demnach bei: Weiterlesen…
Prozessverantwortung – Alternativen zum Highlander
Herzstück jeder Prozessmanagement-Einführung ist es, Prozessverantwortung im Unternehmen zu implementieren. End-to-end-Prozesse werden identifiziert, ggf. in einem Projekt optimal gestaltet und mit Kennzahlen versehen eingeführt. Spätestens dann werden sie in die Hand eines Prozessverantwortlichen (synonym: Prozesseigner, Prozesseigentümer, processowner) gegeben. Aber wem? Und was hat er zu tun? Was heißt Verantwortung? Und muss es eigentlich nur EINER sein? Weiterlesen…
Prozesssteuerung mit Officefloor-Management
Bei meinem letzten Beitrag habe ich von den praktischen Herausforderungen einer richtigen Prozessmessung berichtet. Nun unterstellt, Prozesskennzahlen liegen vor und es erfolgt eine pragmatische Prozessleistungsmessung – Was passiert mit den Prozessdaten?
Vor dem geistigen Auge vieler Prozessmanagement-Experten entwickeln sich bei dieser Frage gleich tolle Prozesscockpits. Diese meist nur durch aufwendige IT-Projekte zu realisierenden Dashboards befriedigen zwar die Informationsbedürfnisse vieler Führungskräfte. Wirklich nützlich sind solche Prozesscockpits aber nur, wenn Prozessmanager mit ihren Prozessteams zeitnah am Ort des Geschehens auftretende Prozessabweichungen korrigieren. Weiterlesen…
Prozessmessung ja, aber richtig!
Auf meinem Lenker wird es langsam eng: Zeit, Geschwindigkeit, Puls und Höhenmeter auf meiner Uhr und jetzt auch Streckenverlauf auf meiner iphone-App. Alles Kennzahlen, die ich während meiner Mountainbike Touren nicht mehr missen möchte. Nach der Runde synchronisiere ich dann einfach die Tourdaten mit meinem Heimrechner, um Profile, Trainingsstand und sonstige Reports in Ruhe auszuwerten. Und wenn ich will, kann ich mit nur einem weiteren Klick der „ganzen Welt“ über 1-2-sports, Facebook, twitter, etc. meine sportlichen Aktivitäten transparent machen.
Wenn das so selbstverständlich bei alltäglichen Dingen wie Fahrradfahren funktioniert, warum nicht auch im Job? Prozessmanagement wird täglich zahlenorientierter. Prozesscockpits, Dashboards, Prozesskennzahlen, Prozessmonitoring – Alles Begriffe, die das Herz eines Managers höher schlagen lassen. Ach wäre das nicht schön, permanent über die Prozessleistungen in seinem Unternehmen im Bilde zu sein?







