
Prozessverantwortung - Kann es nur einen geben?
Herzstück jeder Prozessmanagement-Einführung ist es, Prozessverantwortung im Unternehmen zu implementieren. End-to-end-Prozesse werden identifiziert, ggf. in einem Projekt optimal gestaltet und mit Kennzahlen versehen eingeführt. Spätestens dann werden sie in die Hand eines Prozessverantwortlichen (synonym: Prozesseigner, Prozesseigentümer, processowner) gegeben. Aber wem? Und was hat er zu tun? Was heißt Verantwortung? Und muss es eigentlich nur EINER sein? Weiterlesen…

Regelmäßige Meetings zur Prozesssteuerung
Bei meinem letzten Beitrag habe ich von den praktischen Herausforderungen einer richtigen Prozessmessung berichtet. Nun unterstellt, Prozesskennzahlen liegen vor und es erfolgt eine pragmatische Prozessleistungsmessung – Was passiert mit den Prozessdaten?
Vor dem geistigen Auge vieler Prozessmanagement-Experten entwickeln sich bei dieser Frage gleich tolle Prozesscockpits. Diese meist nur durch aufwendige IT-Projekte zu realisierenden Dashboards befriedigen zwar die Informationsbedürfnisse vieler Führungskräfte. Wirklich nützlich sind solche Prozesscockpits aber nur, wenn Prozessmanager mit ihren Prozessteams zeitnah am Ort des Geschehens auftretende Prozessabweichungen korrigieren. Weiterlesen…

Chancen und Risiken der Abteilung Prozessmanagement
Vor allem in der Finanzdienstleistungsbranche gibt es schon seit langem Zentralbereiche, die sich auf Aufgaben rund um die Aufbau- und Prozessorganisation spezialisiert haben. In Abteilungen mit Bezeichnungen wie Organisation, Org/IT oder Betriebsorganisation sind Experten angesiedelt, die Prozesse dokumentieren, analysieren und optimieren. In der Industrie findet man mit Abteilungen wie Qualitätsmanagement oder Arbeitsvorbereitung Bereiche mit ähnlichen Jobprofilen. Weiterlesen…

- Bitte hier operieren
Auch das ist eine Art Prozessmodellierung: Ein Tag vor meiner Schulteroperation letzte Woche hat mir der Arzt bei der Vorbesprechung mit einem blauen Edding einen dicken Pfeil auf die linke Schulter gemalt. Am nächsten Tag wusste ich warum. Verschiedene Pfleger, Helfer und Narkoseärzte wussten unmittelbar vor der OP sofort, wie sie mich legen und versorgen mussten (und der Arzt hat später die richtige Schulter erwischt). Eine grafische Prozessbeschreibung wäre hier wohl nicht so effizient gewesen. Und auch wenn mich dieser vermeintliche Workaround in der hochtechnisierten OP-Welt zuerst amüsiert hat, kennen wir nicht solche pragmatischen Hilfen auch in Produktionshallen (gelbe Klebestreifen markieren Stehflächen) oder in Posteingangskörben (rote Ausrufezeichen für wichtige Emails)?
Nach meinem viertägigen Klinikaufenthalt bekam ich zur Entlassung einen kurzen OP-Bericht mit ausführlicher Nachbehandlungsvorgabe für den Physiotherapeuten und einen ausführlichen OP-Bericht für meinen Hausarzt. Hier ein kleiner Auszug:
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Moderner Fünfkampf
Nach der Sommer- und Babypause – jetzt sind wir zu sechst zuhause und können bereits komplexere Prozesse simulieren – melde ich mich zurück. In diesem Jahr war ich auf unserer Roadshow durch Deutschland unterwegs mit dem Vortrag „Prozessmanagement – Moderner Fünfkampf in den Unternehmen“. Für diejenigen, die mich leider nicht „live“ erleben konnten, hier eine kurze Zusammenfassung.
Im Kern meines Vortrages geht es mir um die Rolle des Spezialisten im Prozessmanagement. Dieser hat in der Praxis vielfältige Namen: Prozessorganisator, CBPP® (Certified Business Process Professional®), Prozessmanagement-Coach, Prozessmanager oder Prozessmanagement-Consultant. Ich bevorzuge für diesen Job den Begriff Prozessmanagement-Berater. Weiterlesen…

Rolle Prozessmanager
Bisher habe ich es mir einfach gemacht. Wer Prozessmanagement betreibt, den kann man als Prozessmanager bezeichnen. So gesehen trifft auf alle, die in ihrem Job irgendetwas mit der Prozessgestaltung, Prozesssteuerung oder Einführung von Prozessmanagement zu tun haben, die Rolle Prozessmanager zu. Deshalb werden dann auch oft die Prozessspezialisten in zentralen Abteilungen wie Organisation oder Prozessmanagement Prozessmanager genannt. Häufig findet man die Bezeichnung Prozessmanager auch in den Fachbereichen als Nebenjob von Führungskräften oder Mitarbeitern. Dann ist beispielsweise der Abteilungsleiter Einkauf gleichzeitig auch noch Prozessmanager für den End-to-end-Prozess Beschaffung.
Ein solches universales Verständnis, bei dem Prozessmanager quasi der Oberbegriff für alle Rollen im Prozessmanagement ist, halte ich für unglücklich.
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Am Montag dieser Woche war ich auf dem 5. PSD in Frankfurt-Mörfelden. Ich war bis jetzt jedes mal dabei, ich kann mich also nicht davon frei machen, zu vergleichen. Im Vergleich zu den vorherigen Veranstaltungen fällt mein Fazit nicht durchweg positiv aus. Da ich mehrere “Hüte” aufhabe, möchte ich meine Eindrücke aus der jeweils unterschiedlichen Betroffenheit schildern:
- als gfo-Beirat und damit als Veranstalter
- als ibo-Gesellschafter und damit als Aussteller
- als Prozessmanagement-Experte, also thematisch Interessierter
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