Prozesslandkarte

Agile Organisation oder das Ende modellierter Führungs- und Unterstützungsprozesse

Organisation 3.0: Prozess-, Projekt- und Agile Organisation im Einklang

Organisation 3.0: Prozess-, Projekt- und Agile Organisation im Einklang

Ich würde einiges darauf verwetten, dass in Ihrem Unternehmensprozessmodell in den Kategorien der Führungs– und Unterstützungsprozesse weitgehende Leere herrscht, oder? Auf jeden Fall wären Sie in guter Gesellschaft: Bei fast allen mir bekannten Prozesslandkarten ist in den letzten Jahren viel Aufwand in die Modellierung der Kernprozesse geflossen. Geht es aber darum Prozesse wie Strategieformulierung, Personalentwicklung oder juristische Beratung in einen Folgeplan zu bringen,  tun sich die Unternehmen schwer. Warum ist das so? Und ist das überhaupt schlimm? Oder war vielleicht der Ansatz von Anfang an verkehrt? Aber der Reihe nach …

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Sind Wertschöpfungsprozesse immer auch Kernprozesse?

Kernprozess(e) identifizieren

Kernprozess(e) identifizieren

Doing the right things and doing the things right“ – Immer wieder gerne nutze ich diese von Peter Drucker formulierte Beschreibung von Effektivität und Effizienz.  Sich erst die Gedanken über die richtigen Dinge zu machen, bevor man die Dinge dann richtig macht, ist eine einfache wie elementare Managementweisheit. Sie bringt den Kerngedanken der Strategielehre auf den Punkt: „Konzentriere dich auf das Wesentliche und setze es konsequent um.“ Bezogen auf „mein“ Thema Prozessmanagement heißt das, die Kernprozesse zu identifizieren und diese optimal zu gestalten und durchzuführen. Dann hat man als Unternehmen die wesentlichen Weichen für einen langfristigen Erfolg gestellt. Aber was sind „richtige„, „wesentliche“, „wichtige“ oder „attraktive“ Prozesse? Ist ein Kernprozess das gleiche wie ein Wertschöpfungsprozess oder ein A-Prozess?  Und mit welchen Techniken kann man Kernprozesse identifizieren? Diesen drei Fragenkomplexen gehe ich im Folgenden auf den Grund. (mehr …)

Lust und Frust der Prozessdokumentation

Modell: Ein Abbild der Realität

Modell: Ein Abbild der Realität

In diesem Monat hat unser ibo-Trendforum „Prozessdokumentation-Pflicht oder Kür?“ statt gefunden.  80 zahlende Teilnehmer interessierten sich für dieses Thema.  Mehrfach wurde ich in den Pausen angesprochen, ob ich über den großen Zuspruch überrascht sei. Meine diplomatische Antwort war „ja und nein“. (mehr …)

Das sollten Prozessmodellierer können

Bitte hier operieren

Auch das ist eine Art Prozessmodellierung: Ein Tag vor meiner Schulteroperation letzte Woche hat mir der Arzt bei der Vorbesprechung mit einem blauen Edding einen dicken Pfeil auf die linke Schulter gemalt. Am nächsten Tag wusste ich warum. Verschiedene Pfleger, Helfer und Narkoseärzte wussten unmittelbar vor der OP sofort, wie sie mich legen und versorgen mussten (und der Arzt hat später die richtige Schulter erwischt). Eine grafische Prozessbeschreibung wäre  hier wohl  nicht so effizient gewesen. Und auch wenn mich dieser vermeintliche Workaround in der hochtechnisierten OP-Welt zuerst amüsiert hat,  kennen wir nicht solche pragmatischen Hilfen auch in Produktionshallen (gelbe Klebestreifen markieren Stehflächen) oder in Posteingangskörben (rote Ausrufezeichen für wichtige Emails)?

Nach meinem viertägigen Klinikaufenthalt bekam ich zur Entlassung  einen kurzen OP-Bericht mit ausführlicher Nachbehandlungsvorgabe für den Physiotherapeuten und einen ausführlichen OP-Bericht für meinen Hausarzt. Hier ein kleiner Auszug:

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Unternehmensprozessmodelle fehlen an allen Ecken und Enden

Ich dachte ja ehrlich, dass Thema sei längst durch. Wenn man heute in Unternehmen reinkommt und nach einem Prozessmodell fragt, bekommt man in der Regel meist etwas. In der Regel ist dieses Etwas eine Powerpoint-Seite, auf der nett aufbereitet die Hauptprozesse der Firma in Pfeilform angeordnet sind. Eher selten bekommt man aus einem datenbankbasierten Prozesstool heraus eine Prozesslandkarte, die auf oberster Prozessebene einen Überblick über die wesentlichen Führungs-, Ausführungs- und Unterstützungsprozesse gibt. Und das, obwohl in diesen Unternehmen zwar professionelle Prozesstools im Einsatz sind, diese aber oft bottom-up genutzt werden, d.h. die Einzelprozesse werden modelliert, der systematische Überbau fehlt jedoch.

Wenn man genauer hinschaut, sind 95% der Unternehmensprozessmodelle nicht zu gebrauchen.

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