Einführung Prozessmanagement

Da ist das Ding: 11. Auflage Praxishandbuch Prozessmanagement

Lager wieder gefüllt

Lager wieder gefüllt

Das hat mich als Prozessmanager schon geärgert, die 10. Auflage war einen Monat lang vergriffen. Aber jetzt ist sie da, die 11. grundlegend überarbeitete Auflage meines Praxishandbuches Prozessmanagement. Heute morgen wurden 8000 Exemplare in unseren Verlagskeller geliefert. Jetzt erklärt sich auch die längere Funkstille hier im blog. In den letzten Monaten habe ich viele neue Themen wie beispielsweise BPMN geschrieben und eine Reihe Themen wie z.B. die Rollen im Prozessmanagement gründlich überarbeitet. Insgesamt ist das Buch nochmals um über 100 Seiten auf nun 605 Seiten angewachsen. Mit 39 Euro ist das Praxishandbuch Prozessmanagement zu einem sehr fairen Preis-/Leistungsverhältnis im Markt erhältlich. Damit Sie genau wissen, was sich alles in der neuen Auflage verändert hat, habe ich im Folgenden einen Auszug des aktuellen Vorworts abgedruckt. (mehr …)

Lean Management – KVP, Kaizen oder Prozessgestaltung?

Durchblick bei Prozessmanagement-Methoden

In Unternehmen begegne ich immer wieder Spielarten von Methoden, die im Kern die Idee von optimalen Prozessen verfolgen. Mal wird in Reinform der Six Sigma Ansatz implementiert, mal werden auf Basis von Lean Management-Prinzipien KVP-Teams etabliert und mal wird Prozessmanagement ganzheitlich eingeführt. Sehr oft wird ein hauseigenes  Konzept entwickelt, dass sich im Sinne eines „best of“ aus verschiedenen Methoden bedient. Dann wird beispielsweise anhand des DMAIC-Vorgehens ein Werkzeugkasten mit Lean- und Prozessmanagement-Techniken konzipiert. Statistische Methoden – eigentlich das Kernstück des Six Sigma Ansatzes – befinden sich interessanterweise meist nicht im Technikenkoffer. Und Rollen werden hausspezifisch benannt und individuell mit Aufgaben und Kompetenzen ausgestattet. Am Ende bekommt die Methode einen attraktiven Namen  und ein optisch ansprechendes Orientierungsmodell. Schulungs-, Kommunikations- und Marketingmaßnahmen flankieren sinnvollerweise die erfolgreiche Einführung des Prozessmanagement-Systems.

Das alles ist nicht ansatzweise verwerflich. Und ich wäre der Letzte, der hier mahnend den Finger hebt und sagt, dass das Ganze nicht methodisch sauber oder die Vorgehensweise gar falsch ist. Der Zweck heiligt die Mittel. Und schließlich habe ich als Berater selbst schon unzählige Male auf diese Weise hausspezifische Prozessmanagement-Methoden entwickelt und eingeführt. Aber: Schwierig wird es immer dann, wenn gleich mehrere prozessorientierte Managementansätze mehr oder wenig unabgestimmt nebeneinander in Unternehmen eingeführt und betrieben werden. (mehr …)

Was heißt eigentlich Prozessorganisation?

Begriffe im Prozessmanagement

Begriffe im Prozessmanagement

Kennen Sie das auch? Es gibt Begriffe, die scheinen einem seit Jahren klar zu sein, und plötzlich – beim längeren darüber Nachdenken – ist nichts mehr klar. Mir geht es gerade beim Begriff Prozessorganisation so. Ich mache seit 25 Jahren ja nun wirklich nichts anderes als mich mit Prozessen zu beschäftigen, aber was ist denn nun konkret „Die Prozessorganisation“? Ins Grübeln kam ich, als ich über den Titel unseres ibo-Trendforums „Prozessorganisation und -rollen: Die Erfolgsfaktoren jeder Prozessmanagement-Einführung“ nachdachte. Folgende drei möglichen Interpretationen kamen mir in den Sinn:

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Prozessverantwortung – Alternativen zum Highlander

Prozessverantwortung - Kann es nur einen geben?

Prozessverantwortung – Kann es nur einen geben?

Herzstück jeder Prozessmanagement-Einführung ist es, Prozessverantwortung im Unternehmen zu implementieren. End-to-end-Prozesse werden identifiziert, ggf. in einem Projekt optimal gestaltet und mit Kennzahlen versehen eingeführt. Spätestens dann werden sie in die Hand eines Prozessverantwortlichen (synonym: Prozesseigner, Prozesseigentümer, processowner)  gegeben. Aber wem? Und was hat er zu tun? Was heißt Verantwortung? Und muss es eigentlich nur EINER sein? (mehr …)

Prozesssteuerung mit Officefloor-Management

Regelmäßige Meetings zur Prozesssteuerung

Regelmäßige Meetings zur Prozesssteuerung

Bei meinem letzten Beitrag habe ich von den praktischen Herausforderungen einer richtigen Prozessmessung berichtet. Nun unterstellt, Prozesskennzahlen liegen vor und es erfolgt eine pragmatische Prozessleistungsmessung – Was passiert mit den Prozessdaten?

Vor dem geistigen Auge vieler Prozessmanagement-Experten entwickeln sich bei dieser Frage gleich tolle Prozesscockpits. Diese meist nur durch aufwendige IT-Projekte zu realisierenden Dashboards befriedigen zwar die Informationsbedürfnisse vieler Führungskräfte. Wirklich nützlich sind solche Prozesscockpits aber nur, wenn Prozessmanager mit ihren Prozessteams zeitnah am Ort des Geschehens auftretende Prozessabweichungen korrigieren. (mehr …)

Six Sigma – Fallobst war gestern, geht es jetzt an die hoch hängenden Früchte?

Hoch hängende FrüchteWer diesen Herbst an Apfelbäumen vorbeigekommen ist, hat sicherlich die Unmengen heruntergefallener Früchte bemerkt und ab und zu einen Apfel aufgehoben. Ich musste dann immer wieder an meine Erfahrungen in zahlreichen Firmen denken. Viele der Prozessoptimierungen in der Praxis sind Fallobst. Die Verbesserungsideen liegen einem zu Füßen, man muss „nur“ hingreifen und umsetzen. Fairerweise muss ich sagen, dass ich hier von Erfahrungen in Dienstleistungsprozessen spreche. In der Fertigung gilt dies schon lange nicht mehr. Hier ist man längst bei den hoch hängenden Früchten angekommen. Deshalb ist hier ein Konzept wie Six Sigma entstanden, dass sich zur Aufgabe gemacht hat, auch die allerletzten Fehler zu beheben.

Immer wieder werde ich gefragt, wann ist das Konzept Six Sigma die richtige Methode, wann reicht auch eine „einfache Prozessoptimierung“? Um hier antworten zu können, schaue ich zunächst, ob der Frager und ich vom Gleichen reden. Denn was heißt „einfache Prozessoptimierung“? (mehr …)

Der Prozessmanagement-Berater: Ein moderner Fünfkämpfer?

Moderner Fünfkampf

Moderner Fünfkampf

Nach der Sommer- und Babypause – jetzt sind wir zu sechst zuhause und können bereits komplexere Prozesse simulieren – melde ich mich zurück. In diesem Jahr war ich auf unserer Roadshow durch Deutschland unterwegs mit dem Vortrag „Prozessmanagement – Moderner Fünfkampf in den Unternehmen“. Für diejenigen, die mich leider nicht „live“ erleben konnten, hier eine kurze Zusammenfassung.

Im Kern meines Vortrages geht es mir um die Rolle des Spezialisten im Prozessmanagement. Dieser hat in der Praxis vielfältige Namen: Prozessorganisator, CBPP® (Certified Business Process Professional®), Prozessmanagement-Coach, Prozessmanager oder Prozessmanagement-Consultant. Ich bevorzuge für diesen Job den Begriff Prozessmanagement-Berater. (mehr …)